Ich bin habe kein Facebook, aber Facebook hat mich!
Fast 800 Millionen Menschen sind auf Facebook. 800.000.000! Das sind mehr Einwohner als in der gesamten Europäischen Union! 800 mio. Menschen die sich/ihr Leben auf Facebook bloßstellen. Die ihre Daten meist ohne bedenken an Herrn Zuckerberg senden. Und was macht der damit? Geld. Er verkauft die Daten. Von Privatsphäre keine Spur. Gestern die Nacht deines Lebens gehabt? Zuckerberg weiß es.
Und damit nicht genug. Facebook ist weit Skrupelloser als die meisten vermuten.
Hier ein paar der schlimmsten Kritikpunkte (die ganz öffentlich auf Wikipedia einsehbar sind):
Generelle Kritik am Datenschutz
Laut dem Bericht der Stiftung Warentest von 2010 steht Facebook an einer der letzten Stellen im Thema Datenschutz. Facebook-Befürworter sagen es sei systembedingt unmöglich den Datenschutz zu garantieren. Doch andere große soziale Netzwerke haben gezeigt, dass es durchaus möglich ist den Umgang mit Nutzerdaten besser zu handhaben.
Anonyme Registrierung
Es ist möglich auf Facebook einen fiktiven Account zu erstellen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass man seinen Vor- und Nachnamen und seinen Geburtsdatum einträgt. Es wird zwar nicht überprüft, ob diese Angaben stimmen, jedoch löscht Facebook immer wieder Profile von Usern, deren Namen ungewöhnlich klingen. Dadurch werden oft auch reale Personen gelöscht.
Ausspionieren fremder E-Mail-Kontakte
Wenn ein User bei der Eröffnung eines Facebook-Accounts nicht seine, sondern die Emailadresse eines andern angibt, wird das zunächst nicht geprüft. Sollte dieser User nun die Suchfunktion "Freunde finden" benutzen, werden ihm 20 Menschen angezeigt mit denen der Besitzer der Emailadresse kontakt hatte.
Offenlegung privater Daten bei bloßer Kenntnis der E-Mail-Adresse
Facebook kooperiert mit GMX und Web.de. Wenn nun also ein GMX-User Mails an eine Emailadresse eines Facebook-Users schreibt, wird der GMX-User darüber informiert, dass der Empfänger seiner Mail bei Facebook ist und wie dessen Vor- und Nachname lautet. Während der Registrierung bei Facebook wird darauf nicht hingewiesen.
Personalisierte Werbung
Am 7. Oktober 2007 kündigte Facebook an, in allen vorhandenen Userprofilen von mehr als 50 Millionen registrierten Usern personalisierte Werbung zuzulassen. Dabei sollen den bislang interessierten 60 Konzernen und Unternehmen persönliche Daten der User zur Verfügung gestellt werden. Neben Alter, Geschlecht, Lieblingsbeschäftigungen, Wohnort, politischer Überzeugung, Lieblingsbüchern und -filmen umfassen die bereitgestellten Informationen auch den Bildungsstand und Hinweise auf persönliche Beziehungen.
Verwertung von Nutzerdaten
Im April 2009 stellte Facebook modifizierte Nutzungsbedingungen zur Abstimmung, in denen Usern der Besitz ihrer Informationen zugesichert wird. Obwohl die Inhalte (z. B. Fotos) im Besitz der User bleiben, erhält Facebook das Recht, alle Inhalte kommerziell zu nutzen und die Nutzungsrechte an Dritte weiterzugeben. Darunter fallen auch Daten von Nicht-Usern, deren Daten durch Emails oder Mobiltelefone gespeichert wurden. Zuletzt wurden die Nutzungsbedingungen von Facebook indirekt durch ein Urteil des Oberlandesgerichtes Köln bestätigt.
Speicherung der Daten von Nicht-Mitgliedern
Im Februar 2010 kam an die Öffentlichkeit, dass Facebook auch die Daten von Menschen speichert, die willentlich nicht bei Facebook angemeldet sind. Facebook bietet den Usern von Smartphones eine kostenlose App an, um ihre Kontakte aus ihrem Telefonbuch mit den Kontakten in Facebook zu synchronisieren. Dabei werden standardmäßig sämtliche Nach- und Vornamen, Telefonnummern, Emailadressen und Geburtstage hochgeladen und bei Facebook gespeichert. Diese Art der unwillentlichen Datenerhebung widerspricht dem in Deutschland geltenden Recht der informationellen Selbstbestimmung. Inzwischen bietet Facebook zwar ein Kontaktformular an, das es Nicht-Mitgliedern erlaubt, nach Eingabe der eigenen Emailadresse alle damit verbundenen Daten löschen zu lassen. Diese Methode ist jedoch nur von Nutzen, wenn Facebook eine Mailadresse bereits mit den anderen gesammelten Daten verknüpft hat.
Weitergabe der Benutzeridentitäten durch Facebook-Applikationen
Am 18. Oktober 2010 veröffentlichte das Wall Street Journal einen Bericht über die Weitergabe von User-IDs an Drittanbieter. Zahlreiche Facebook-Anwendungen konnten durch die Referrer-Informationen des Browsers die ID der User auslesen und somit potentiell Rückschlüsse auf die reale Identität des Benutzers ziehen.
Erschwertes Löschen des eigenen Nutzerkontos
Wenn ein Facebook-User sich entschlossen hat, sein Profil zu löschen, so muss er sich durch zahlreiche Bearbeitungsschritte durcharbeiten. Mehrfach wird ihm empfohlen, sein Facebook-Profil zu behalten oder nur temporär zu deaktivieren. Eine endgültige Abmeldung und Löschung des Profils kann sich über mehrere Monate hinziehen. Teilweise sind fortgeschrittene Computerkenntnisse nötig, über die viele Nutzer nicht verfügen. Beispielsweise muss der Nutzer wissen, wie gezielt Cookies gelöscht werden können.
Dieser unverhältnismäßig hohe Aufwand bewirkt oft, dass viele solcher Nutzer für Facebook erhalten bleiben.
„Gefällt mir“-Knopf und Fanseiten
Der von Facebook für die Anbieter anderer Webseiten bereitgestellte „Gefällt mir“-Button geriet im Sommer 2011 in die Kritik, nachdem bekannt wurde, dass beim Besuch von Seiten, auf denen sich dieses Plug-in befindet, automatisch ein 2 Jahre lang gültiges Cookie ausgelesen wird, das dem User ohne seine Zustimmung vorher beim Anschauen von Facebookseiten auf seinen Computer übertragen wurde. Dieses Auslesen findet dabei unabhängig vom Anklicken des „Gefällt mir“-Buttons statt und unabhängig davon, ob der Besucher einer Website Mitglied bei Facebook ist oder nicht. Von Besuchern einer Seite mit dem „Gefällt mir“-Button, die mit ihrem Computer zuvor noch keine Facebook-Seite besucht haben, sammelt der Cookie Informationen wie IP-Adresse und Browsertyp. Bei Personen, die selbst Mitglieder bei Facebook sind, und eine Seite besuchen, die das Plug-in enthält, können die Informationen über das Aufrufen der Seite mittels des Cookies sogar mit ihrem Facebook-Userprofil zusammengeführt werden.
Soviel zu den Kritiken. Ich möchte noch diesen Artikel der Stiftung Warentest hervorheben.
Im Jahr 2011 wurde Facebook (gemeinsam mit Apple) der Negativpreis Big Brother Award als Datenkrake zuerkannt. Zurecht.
Tja. Facebook ist schon eine schöne Sache, um sich ausspionieren oder stalken zu lassen, um sich und seine Mitmenschen zu prostituieren und sein Leben für alle sichtbar zu machen.
"Ich kann dich lesen wie ein Buch." oder "I can read you like a book."
In diesem Fall "like a Facebook."


































